Corps Suevia Freiburg

Farben und Wappen

 

Fahnen, Bänder, Mützen -
Worin liegt heute der Sinn, Farben als Ausdruck der Zugehörigkeit zu einem Corps zu tragen? Sicher, es ist auch ein Unterscheidungs-merkmal gegenüber anderen Verbindungen. Aber der emotionale Wert eines dreifarbigen Bandes ist gewaltig.

 

Die Farben, die Du als Corpsstudent trägst, begleiten Dich ein Leben lang: Wappen, Logos, Gemälde, Siegel, Kleidungsstücke - egal wo Du die Farben Deines Corps zufällig entdeckst - Du wirst Dich an Deine Aktivenzeit und an Freiburg erinnern.

 

Die Farben der Freiburger Schwaben sind Schwarz, Gelb und Blau.
Eine Besonderheit: Wir Schwaben lesen unser Band von unten nach oben.

 

Die Herkunft unser Farben ist einfach erklärt: Schwarz und Gelb in unserem Band führen zurück auf das Haus Habsburg, zu dem Freiburg im Zeitpunkt der Gründung des Corps Suevias 1815 gehörte. Gelb und Blau sind die Farben des Breisgau, welches früher ein Teil Vorderösterreichs war.

 

 

 

 

 

 

Farbenlied

Wo sich des Schwarzwalds Bergesriesen recken,
wo Rebenlaub den Hang umkränzt,
wo machtvoll sich des Münsters Formen strecken,
hat uns ein goldner Mai geglänzt.
Wer je mit Stolz sich nannte einen Schwaben,
wer je geschwärmt in Freiburgs schönem Gau,
/: dem sind auf immerdar ins Herz gegraben
die teuren Farben Schwarz-Gelb-Blau . :/

 

Im überschäumend fröhlichen Getriebe
fürs Schöne blieb uns klar der Blick,
in treuer Freundschaft, wahrer Bruderliebe
erblühte uns ein reines Glück.
Mag uns die Welt verkennen und verdammen,
sie kann nicht stürzen Suevias stolzen Bau,
/: die Schwaben stehen allzeit fest zusammen
für ihre Farben Schwarz-Gelb-Blau. :/

 

Wir schwingen frei den alten Burschenschläger
nach deutscher Corpsstudenten Art,
der Waffe würdig immer sei der Träger,
dass unbefleckt sie bleib gewahrt.
Das ist des Schwaben Recht und schönste Zierde,
dass er der eig`nen Jugendkraft vertrau,
/: das sagt der Speer, der oft zum Siege führte,
mit seinen Farben Schwarz-Gelb-Blau. :/

 

Und wenn des Lebens Stürme euch umwettern,
wenn es zu ringen, kämpfen gilt,
mag alles euch des Glückes Neid zerschmettern,
rein bleibt des Schwaben Ehrenschild.
Die ihr einst schlugt mit Suevias blanker Wehre,
tragt deutschen Mannesmut auch da zur Schau,
/: des Schwaben höchstes, das ist seine Ehre,
denkt an die Farben Schwarz-Gelb-Blau. :/

 

Wenn einst die Uhr holt aus zum letzten Schlage,
wenn sich der Vorhang niedersenkt,
noch einmal an die frohen Jugendtage
und an die gelbe Mütze denkt.
Dann wird Erinnerung golden euch umschweben,
ein heller Glanz strahlt in des Abends Grau,
/: das Glück der Jugend gab euch ganz das Leben,
ihr trugt die Farben Schwarz-Gelb-Blau. :/

 

Noch aber lacht der Jugend Sonnenmorgen,
genießet, was so reich er beut,
schwärmt froh ihr Schwaben, jubelt weg die Sorgen,
da noch die Jugend Rosen streut.
Dass euch ihr froher, freier Geist durchblitze,
euch glänzt die Welt im jungen Morgentau,
/: ein frischer Geist die Schwaben stets beschütze,
schwärmt, zecht und schlagt für Schwarz-Gelb-Blau. :/

 

Erich Böhler (x), 1897
(rec. 04.11.1897, + 04.12.1903,
Assistenzarzt in Paris und Berlin)